Nur ein Tag..

..steht mir diesmal zur Verfügung, aber es muss voran gehen. Der Schweller rechts muss noch fertig geschweißt werden. Es ist immer wieder erstaunlich, wie lang doch so „ein paar“ Schweisspunkte dauern. Sorgfältige Vorarbeiten sind aber das A und O. So muss nach jedem Punkt nochmal das Blech geklopft werden, damit es gut aneinander liegt. Auch sollte man sich jeden Schritt gut überlegen – zu ist zu!

Als ich die hintere Konsole nochmal angepasst habe, ist mir aufgefallen, das da ja wohl noch ein bischen was fehlt. So viel dazu.. Also schnell noch ein Blech gebastelt, man hat ja langsam Übung..

Ich habe mich dann auch noch an den Mittelsteg der Windschutzscheibe gewagt. Zum heraustrennen des Mittelstegs hat sich der Fein Multimaster als sehr nützlich erwiesen. So konnten die Schweisspunkte aufgetrennt werden, ohne etwas zu beschädigen. Vor dem Einschweissen hab ich ein bischen Mores. Hab zwar alles genau ausgemessen, aber das muss schon passen. Bin mir nur noch nicht im klaren, ob das mit der Schweisspunktzange zu schaffen ist. Im unteren Bereich ist doch relativ viel Luft – da hatte ich den Fein noch nicht😦

Eine weitere Woche..

…harter Blecharbeit ist vergangen. Aber es  hat sich gelohnt. Zuerst galt es die entstandenen Löcher im Fussboden im Bereich der hinteren Sitzbank zu verschließen.

Als nächstes war dann der Schweller im Frontbereich dran. Hier war ja so gut wie nichts mehr vorhanden, bzw Dosenblech verbaut. Hier hab ich auch die beschädigten Bereiche heraus getrennt und durch neues Blech ersetzt. In das angeschweißte Flachmaterial wurde ein Gewinde geschnitten zur Kotflügelbefestigung .

Der Fussraum vorne rechts war auch etwas angefressen. Hier musste ebenfalls nach modelliert werden.

Jetzt konnte ich mit dem anfertigen des Innenschwellers beginnen. Bei der ersten Anprobe der von meinem Kollegen angefertigten Konsole, musste ich feststellen, das die Passform nicht optimal war. Ein kleiner Schnitt, ein bischen Korrektur  und schon war ich zufrieden.

Bis hierher war ja alles Kindergeburtstag. Jetzt musste ein neuer Innenschweller angefertigt werden. Als erstes habe ich mir Papierschablonen angefertigt und danach grob die Blechteile ausgeschnitten.

Ich habe mehrere Einzelteile verwendet, da mein Blech nur einen Meter lang ist. Im Nachhinein wäre es aber auch unmöglich gewesen, ein 2,5m langes Stück in der Art zu bearbeiten. Ich bezweifele auch, das ein gekauftes Schwellerblech hier gepasst hätte. Wie man auf den Bildern sehr gut sieht, ist der Boden derart uneben, das hier nur individuelles anfertigen zum Ziel führt.

Die einzelnen Blechteile wurden dann angepasst und miteinander verschweißt. Zusätzlich war es dann an der Zeit die Aufnahmen für die Trittbretter anzupassen und mit der Schweisspunktzange zu befestigen. Ebenso abgefressenen Halter für die mittlere Querstrebe. Das ganze noch mit Lochpunkten fürs schweissen versehen, grundieren und nochmal anpassen.

Bevor es aber ans verschweissen gehen konnte, mussten noch einige defekte Befestigungen für die Trittbretter repariert werden. Als beste Möglichkeit empfand ich hier den Einsatz  von sogenannten Gewindenieten bzw. auch Einnietmuttern genannt. Manche Löcher waren gar nicht mehr vorhanden , durch Schweißarbeiten der Vorgänger oder ziemlich verrostet. Diese Partien mussten auch erst ersetzt werden.

Leider war das alles so Zeit intensiv das am Ende der Woche noch so viel Arbeit übrig war. Ich konnte aber wenigstens, das erste Drittel des Schwellers anschweissen und bin sehr happy mit dem Ergebnis.

Bei näherer Begutachtung der Stirnwand ist mir noch aufgefallen das hier Risse zu sehen sind. Hat wohl mal zu arg gelitten, in der argentinischen Pampa, der Arme. Hier werde ich auch was unternehmen müssen…

Blechorigami

So kann man das wohl nennen, was mein überaus begabter Kollege da für mich veranstaltet hat. Als ich ihm von den Problemen mit der Konsole berichtet habe, kam bloss ein knappes: „zeig mal her..“ Papierschablone erstellt, Blech gedengelt, alte Partien ausgeschnitten und neue mit WIG Schweissen eingesetzt. Ich habe dann noch den Abstützbügel neu angefertigt. Voila!

Währenddessen habe ich die verrosteten Halter für das Trittbrett neu angefertigt. Im 2012 Chevs of the 40s Katalog sind noch Zeichnungen drin, auf denen sogar die Zoll Masse angegeben sind. Da diese sich mit meinen Messungen deckten sind sie auch recht nah am Original. Nach oben hab ich sie ein bischen länger gelassen. Das wird dann alles zusammen mit den Trittbrettern angepasst. In die Winkel wird dann noch Flachstahl eingepunktet für die Befestigungsgewinde. Eingeschweißte Mutter finde ich nicht so prickelnd. Fürs erste bin ich mal happy und ganz gespannt aufs einpassen.

 

Neue Kraft..

.. getankt im Urlaub und ein paar Resttage genutzt um am Chevy weiter zu machen. Hauptproblem ist im Moment die Konsole hinten rechts. Auf der liegt das Häuschen auf dem Rahmen. Leider ist das Teil schon ziemlich angefressen. Wie soll man da vorgehen? Fakt ist, das Teil muss raus um die dahinter liegende Schwellerwand zu ersetzten. Also alle Schweisspunkte auftrennen und am Stück abnehmen, denn das Teil muss komplett erhalten bleiben. Entweder als Muster für ein Neuteil, was ich für zu schwierig halte, oder doch partiell flicken.

Hat soweit recht gut geklappt, leider einen Punkt übersehen und das Bodenblech eingerissen. Dann noch die Reste des Innenschwellers entfernt. Leider stellte sich bei genauem Hinsehen heraus, das der Aussenschweller unter dickem Spachtel auch Löcher aufwies.

Blieb nur die schadhafte Stelle heraustrennen und ein Blech stumpf einsetzen. Wie ich finde, recht gut gelungen, inklusive Formschluss am Kotflügel.

Das eingesetzte Blech hatte ich extra etwas länger gelassen, als Ansatzstück für den Flicken am Unterteil. Muss später noch verspachtelt werden, aber meiner Meinung nach viel besser als vorher.

 

 

 

 

 

Weiter geht es

Es galt das Loch im Bodenblech wieder zu verschliessen. Dafür habe ich es mit einer Absetzzange vorbereitet und das Ersatzblech mit Löchern zum Punktschweißen vorbereitet. Schön zu sehen, die ersten waren im falschen Blech – Denkfehler, aber die punktet man dann eben von unten.

Passt schon mal nicht schlecht. Dann wurde alles verschweißt und nach jedem Punkt gehämmert, damit die Bleche auch spaltfrei aufeinander liegen. Die Kontrolle von unten ergibt ein gutes Schweissbild, alle Punkte sind „durchgebrannt“. Danach noch verschleifen und ordentlich „Owatrol Öl“ zur Spaltversiegelung aufgetragen. Später werde ich noch mit Karosserie Dichtmasse arbeiten, soweit sind wir aber noch lange nicht.

Problematisch ist der Bereich der rechten Rahmenauflage vor dem hinteren Kotflügel. Das Blech ist hier stark angefressen und das gerade Schwellerblech dahinter ist wohl auch nur rudimentär vorhanden. Korrekter Schritt ist hier abtrennen der ganzen Traverse, neu anfertigen, Schwellerblech ersetzen und neue Traverse anbringen. Leider ist das kein 0815 Teil und ich werde mich da im Blech Origami versuchen. Aus einem Stück wird das nichts. Hab da schon ein paar Ideen und die ersten Versuche für die Trittbrettträger sehen auch vielversprechend aus.

 

Tag 5

Heute hab ich weitere gammelige Teile am Schweller rausgetrennt. Gott sei Dank war von meiner 123er Resto schon gutes Werkzeug vorhanden. Druckluftschleifer und  Schweisspunktbohrer leisten hier unschätzbare Dienste. Auch mein Neuerwerb, der Fein Multimaster 250Q, konnte schon überzeugen. Hiermit konnte ich gut Bleche heraustrennen, an die ich mit dem Schleifer nicht hin kam oder Funkenflug vermeiden wollte.

Eigentlich wollte ich im Bodenblech nur ein Loch bohren um die abgebrochene Rahmenschraube zu entfernen – anders kommt man da nämlich nicht hin. Da aber das Bodenblech Löcher hatte und die Anbindung der Querstrebe am Schweller auch abgerostet war, entschloss ich mich für die große Trennung. So konnte ich die Überreste gut entfernen und auch in der Querstrebe eine neue Mutter für die Rahmenbefestigung anschweissen.

Tag 4

Da mich der gestrige Tag etwas in Depression gestürzt hat und ich keine Lust mehr zum Schreiben hatte, geht es nun erst heute weiter.

Manchmal hilft einfach ein bischen Abstand und neue Blickwinkel, somit sah es gar nicht mehr so katastrophal aus. Wie ich festgestellt habe, sind die verrotteten Halter größtenteils nur zur Befestigung des Trittbrett. Diese Halter ebenso wie der Innenschweller wären in Amerika erhältlich. Da der Preis aber mit Versand nicht unerheblich ist und sich diese Teile relativ einfach nachfertigen lassen, heisst es selber machen. Damit stand die Hauptaufgabe für heute fest, Innenschweller raustrennen!