Blechorigami

So kann man das wohl nennen, was mein überaus begabter Kollege da für mich veranstaltet hat. Als ich ihm von den Problemen mit der Konsole berichtet habe, kam bloss ein knappes: „zeig mal her..“ Papierschablone erstellt, Blech gedengelt, alte Partien ausgeschnitten und neue mit WIG Schweissen eingesetzt. Ich habe dann noch den Abstützbügel neu angefertigt. Voila!

Währenddessen habe ich die verrosteten Halter für das Trittbrett neu angefertigt. Im 2012 Chevs of the 40s Katalog sind noch Zeichnungen drin, auf denen sogar die Zoll Masse angegeben sind. Da diese sich mit meinen Messungen deckten sind sie auch recht nah am Original. Nach oben hab ich sie ein bischen länger gelassen. Das wird dann alles zusammen mit den Trittbrettern angepasst. In die Winkel wird dann noch Flachstahl eingepunktet für die Befestigungsgewinde. Eingeschweißte Mutter finde ich nicht so prickelnd. Fürs erste bin ich mal happy und ganz gespannt aufs einpassen.

 

Neue Kraft..

.. getankt im Urlaub und ein paar Resttage genutzt um am Chevy weiter zu machen. Hauptproblem ist im Moment die Konsole hinten rechts. Auf der liegt das Häuschen auf dem Rahmen. Leider ist das Teil schon ziemlich angefressen. Wie soll man da vorgehen? Fakt ist, das Teil muss raus um die dahinter liegende Schwellerwand zu ersetzten. Also alle Schweisspunkte auftrennen und am Stück abnehmen, denn das Teil muss komplett erhalten bleiben. Entweder als Muster für ein Neuteil, was ich für zu schwierig halte, oder doch partiell flicken.

Hat soweit recht gut geklappt, leider einen Punkt übersehen und das Bodenblech eingerissen. Dann noch die Reste des Innenschwellers entfernt. Leider stellte sich bei genauem Hinsehen heraus, das der Aussenschweller unter dickem Spachtel auch Löcher aufwies.

Blieb nur die schadhafte Stelle heraustrennen und ein Blech stumpf einsetzen. Wie ich finde, recht gut gelungen, inklusive Formschluss am Kotflügel.

Das eingesetzte Blech hatte ich extra etwas länger gelassen, als Ansatzstück für den Flicken am Unterteil. Muss später noch verspachtelt werden, aber meiner Meinung nach viel besser als vorher.

 

 

 

 

 

Weiter geht es

Es galt das Loch im Bodenblech wieder zu verschliessen. Dafür habe ich es mit einer Absetzzange vorbereitet und das Ersatzblech mit Löchern zum Punktschweißen vorbereitet. Schön zu sehen, die ersten waren im falschen Blech – Denkfehler, aber die punktet man dann eben von unten.

Passt schon mal nicht schlecht. Dann wurde alles verschweißt und nach jedem Punkt gehämmert, damit die Bleche auch spaltfrei aufeinander liegen. Die Kontrolle von unten ergibt ein gutes Schweissbild, alle Punkte sind „durchgebrannt“. Danach noch verschleifen und ordentlich „Owatrol Öl“ zur Spaltversiegelung aufgetragen. Später werde ich noch mit Karosserie Dichtmasse arbeiten, soweit sind wir aber noch lange nicht.

Problematisch ist der Bereich der rechten Rahmenauflage vor dem hinteren Kotflügel. Das Blech ist hier stark angefressen und das gerade Schwellerblech dahinter ist wohl auch nur rudimentär vorhanden. Korrekter Schritt ist hier abtrennen der ganzen Traverse, neu anfertigen, Schwellerblech ersetzen und neue Traverse anbringen. Leider ist das kein 0815 Teil und ich werde mich da im Blech Origami versuchen. Aus einem Stück wird das nichts. Hab da schon ein paar Ideen und die ersten Versuche für die Trittbrettträger sehen auch vielversprechend aus.

 

Tag 5

Heute hab ich weitere gammelige Teile am Schweller rausgetrennt. Gott sei Dank war von meiner 123er Resto schon gutes Werkzeug vorhanden. Druckluftschleifer und  Schweisspunktbohrer leisten hier unschätzbare Dienste. Auch mein Neuerwerb, der Fein Multimaster 250Q, konnte schon überzeugen. Hiermit konnte ich gut Bleche heraustrennen, an die ich mit dem Schleifer nicht hin kam oder Funkenflug vermeiden wollte.

Eigentlich wollte ich im Bodenblech nur ein Loch bohren um die abgebrochene Rahmenschraube zu entfernen – anders kommt man da nämlich nicht hin. Da aber das Bodenblech Löcher hatte und die Anbindung der Querstrebe am Schweller auch abgerostet war, entschloss ich mich für die große Trennung. So konnte ich die Überreste gut entfernen und auch in der Querstrebe eine neue Mutter für die Rahmenbefestigung anschweissen.

Tag 4

Da mich der gestrige Tag etwas in Depression gestürzt hat und ich keine Lust mehr zum Schreiben hatte, geht es nun erst heute weiter.

Manchmal hilft einfach ein bischen Abstand und neue Blickwinkel, somit sah es gar nicht mehr so katastrophal aus. Wie ich festgestellt habe, sind die verrotteten Halter größtenteils nur zur Befestigung des Trittbrett. Diese Halter ebenso wie der Innenschweller wären in Amerika erhältlich. Da der Preis aber mit Versand nicht unerheblich ist und sich diese Teile relativ einfach nachfertigen lassen, heisst es selber machen. Damit stand die Hauptaufgabe für heute fest, Innenschweller raustrennen!

Tag 2

Heute ging es erstmal zum örtlichen Stahlhandel, Vierkantrohr und Bockrollen besorgen für den Rahmenunterbau am Chevy.wp-1466539237602.jpegGar nicht so einfach da etwas anständiges zu konstruieren, denn der Unterboden ist nicht gerade und es besteht Gefahr des Verzugs. Außerdem ist das ganze ziemlich hecklastig.

Dann hatte ich noch Zeit den Unterboden genauer zu inspizieren und musste mich erstmal setzen. Da die Unterseite sonst durch den Rahmen verdeckt war, konnte man das ganze Ausmaß so nicht sehen.

Die Schweller sind zum Teil sehr stark angefressen und auch die Halterungen für die Karosserie sind nicht mehr sehr vertrauenerweckend. Da besteht extremer Handlungsbedarf

Tag 1

Heute geht es ans Eingemachte.  Diese Woche steht ganz im Zeichen von „Frame off“. Es folgt der entscheidende Schritt beim Chevy. Bin schon gespannt, welche Schwierigkeiten sich hier zeigen werden.
Diverse Schrauben sind ja schon abgerissen. Laut VCCA Chat sind die zwar alle durchgesteckt, ich konnte aber bisher die Schraubenköpfe noch nicht finden. Jedenfalls ist da im Innenraum nichts zu sehen ?!…..

Das ganze lief dann doch besser als gedacht. Eine Schraube musste ich mit der Flex durchtrennen, aber sonst ließen sich alle Verbindung lösen und ich habe sie auch gefunden.
Natürlich musste ich bei langsamen anheben der Karosserie feststellen, dass ich ein paar Dinge übersehen hatte. Zum Beispiel das Gestänge der Pedalerie, das Masse Kabel vom Tank Geber oder der Tankdeckel, der den Stutzen am rausrutschen aus dem Kotflügel hindert.
Die Kontrolle mit dem gekauften Schraubenset hat mich etwas verwirrt. Ich konnte nur 16 Schrauben finden, im Set sind aber 18 . Die Karosserie ließ sich dann aber anheben, deshalb denke ich die zwei übrigen sind für eine andere Karosserieform.

Nun gilt es einen Weg zu finden, wie die Karosse rollbar wird. Der erste Blick auf die Unterseite der Karosse lässt viel Arbeit erahnen. Der Boden ist zum Teil doch stark angefressen.

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