Erwin..

.. gibt es ja auch noch. Seit einiger Zeit macht das Differential mit Geräuschen auf sich aufmerksam. Gerade beim rollen an die Ampel, merkt man sehr deutlich das dort zuviel Spiel vorhanden ist.

Vor über 10 Jahren hatte ich das originale gegen ein gebrauchtes getauscht. Das hab ich natürlich aufgehoben und nun von Markus Trompka überholen lassen. Da mich immer wieder Vibrationen im Bereich 120 – 130 km/h nerven, und schon alles ausgetauscht wurde, bis auf die Gelenkwelle, wollte ich die Gelegenheit nutzen. Also raus damit.

In näherer Umgebung gibt es die Fa. Elbe Gelenkwellen. Dort habe ich meine überholen lassen. Die Buchsen und das Kreuzgelenk wurden ersetzt, alles gewuchtet und lackiert. Für 250.- ein guter Deal und jetzt ist auch endlich alles ruhig.

Advertisements

Spritzwand

Heute wollte ich nochmal die Dichtungsfugen nacharbeiten. Dabei ist mir aufgefallen, das der Übergang vom Bodenblech zur Spritzwand scheinbar noch nie abgedichtet war. Wie das solange relativ rostfrei bleiben konnte, ist mir eine Rätsel.Ich hab mich deshalb entschlossen, alles sauber zu machen und die Fugen dann abzudichten. Zwangsläufig musste dafür die ganze Pedalerie abgebaut werden. Wieder eine Kiste mehr. Zusätzlich wurde alles noch mit Owatrol Öl getränkt.

Endlich..

.. hat auch der Motor den Weg zurück in die Werkstatt gefunden. So wie er jetzt aussieht, kann man dann auch mal von guter Arbeit reden. Alles sauber und alle Schrauben wegen Drehmoment markiert. So gefällt mir das.

Deshalb hab ich mich gleich an den Zusammenbau gemacht und die Ölpumpe wieder eingebaut. Leider wollte eine Rohrverschraubung nicht fest werden und drehte immer wieder durch. Grund war eine gerissene Mutter. Da Ersatz nicht so ohne weiteres aufzutreiben ist, hab ich das ganze auf Hydraulikleitungen umgebaut. Damit der Innendurchmesser stimmt, musste ich etwas größere Rohre wählen, da dickwandiger. Passt aber problemlos.

Desweiteren konnte ich auch mal klären, wieso mir damals beim Fahren die hintere Tür aufgeflogen ist. Normalerweise haben die Türriegel eine Sicherheitsvorrichtung, eine Art gefederten Fanghaken, der nicht richtig geschlossene Türen festhalten soll.  Leider ist der an 3 Türen defekt und so konnte die Tür auffliegen.

Als Ersatzteil gibt es diese Riegel zwar, aber nach Aussage in VCCA Forum, halten die auch nicht unbedingt lange. Da ist mir das Geld zu schade. Alternativ gibt es auch Riegel mit zwei Ebenen, die aber nicht lieferbar sind. Also hab ich die Fräsmaschine angeworfen und die Teile selbst angefertigt. Was soll ich sagen, die funktionieren bestens und halten für die Ewigkeit.

Hochzeit

Nun ja ganz so weit ist es leider noch nicht, nennen wir es mal Verlobung.  Wie beim letzten Mal schon berichtet, hatte ich leider am Schweller etwas vergessen. Es fehlten nämlich für vorne noch Karosserieauflagen. Um die Position genau zu bestimmen, musste die Karosse testweise auf den Rahmen. Passt noch alles und mit den Unterlagen ist auch nirgends unnatürlich viel Luft. Also nichts verzogen. Prima!

Nun zügig die Halter angeschweißt und mit Rostschutzfarbe versehen. Auf die Schnelle im hinteren Radlauf dann noch eine Schönheitsreparatur.

Es wird also.

 

Alles im Rahmen

Da der Karosserieboden langsam der Fertigstellung entgegenstrebt, wird es Zeit mal nach dem Rahmen zu schauen. Anfänglich wollte ich die Reinigung selber vornehmen, dann hab ich mich aber für das Trockeneisstrahlen entschieden. Hierbei muss man nämlich nichts abbauen und es findet auch kein Metallabtrag statt, selbst Gummiteile etc. bleiben verschont.

Das ganze hat bei Risto, einem örtlichen Betrieb, inkl. Transport 800 Euro gekostet. Meiner Meinung nach jeden Cent wert.
Hier Videos vorher / während / nachher

Als Roststopper hab ich  Owatrol Öl satt aufgetragen, danach die Grundierung „Ovagrundol Primer“ in 3 Schichten . Als Decklack dann Chassislack O.H in 2 Schichten.

Leider musste ich inzwischen feststellen, das der Unterboden doch noch nicht fertig ist. War etwas zu voreilig mit der Falzversiegelung, denn ich hab zwei wichtige Stützen für die Trittbretter vergessen. Mehr dazu  demnächst.

 

 

Weiter geht´s

Endlich mal wieder Zeit zum Schrauben und das Wetter wird auch besser. Hab wieder eine Woche Urlaub und es gibt einiges zu berichten.

Wie schon geschrieben, standen an der linken Seite doch einige Arbeiten an. Am schlimmsten war hier ja, die vordere und hinteren Schweller Spitzen betroffen. Vorne genügte ein relativ einfaches Blech.

Um – vor dem anschweißen – zu kontrollieren, ob die Halterungen alle richtig sitzen , wurde  das Trittbrett testweise montiert. Sah soweit gut aus.

Weniger gut war die Substanz des Schwellers im hinteren Bereich. Wie immer unter dickem Spachtel Lochfraß. Hier half mal wieder nur die große Operation

Da auch innen nichts mehr zu retten war ging es gleich weiter mit der Blechkunst.

und weiter geht´s, alle Löcher müssen zu.

Und hiermit ist der Schweller wieder schön.

Dann hab ich mich endlich mal dem Angstgegner Fenstersteg gewidmet. Hier ist ja bisher mein Problem, das der Steg nicht 100% passt. Er hat zu viel Luft am Rahmen. Nach Rücksprache im VCCA Chat, hab ich den Steg etwas modifiziert, damit er bündig abschliesst.

Nun noch gefühlt tausendmal gemessen und justiert. Dann gab es aber kein zurück mehr. Oben konnte ich zusätzlich mit der Punktschweißzange arbeiten. Unten war das aus Platzmangel leider nicht möglich.

Man soll es kaum glauben, aber es sieht wohl so aus als wäre das Kapitel Unterboden Schweißen erledigt.  Also auf zum nächsten Schritt und die Schweißnähte mit Karosseriedichtmasse versiegelt.

Während das ganze trocknet, konnte ich mir die Stirnwand mal genauer anschauen. Auf jeden Fall musste erst mal die Dämmung im Innenraum raus. Denn wenn ich die Risse schweissen will, besteht hier akute Feuergefahr. Ausserdem ist das Zeug nicht mehr zu gebrauchen und wird durch modernere Dämmung ersetzt.

Leider wurde hierbei auch wieder offensichtlich, das immer mehr Baustellen auftauchen. Die Dichtungen z.B sind definitiv nicht mehr dicht und das mir bei dem Kabelbaum immer wieder „nur“ die Sicherungen geflogen sind, war pures Glück.

Tja, so schnell geht eine Woche vorbei. Demnächst mehr

 

Kalt gestellt..

im wahrsten Sinne des Wortes. Im Moment ist es ziemlich frostig, In der Halle herrschen Minus Temperaturen, deshalb ist ans Schrauben nicht zu denken.

Ehrlich gesagt war meine Motivation aber auch ein bisschen im Keller. Ende Oktober hatte ich nochmal eine Woche Urlaub genommen. Nachdem die linke Seite ja soweit fertig war und die rechte „eigentlich“ nicht so schlimm aussah, wollte ich Nägel mit Köpfen machen und endlich mit den groben Blech Arbeiten fertig zu werden.

Leider wurde daraus nichts. Bei genauer Begutachtung war das ganze doch schlimmer als zuerst angenommen. Richtige Durchrostungen waren ja auf dieser Seite wesentlich weniger als rechts. Das Blech ist aber stellenweise papierdünn und ein schweißen darauf fast nicht möglich bzw. nicht sinnvoll. Ich will aber nun nicht den enormen Aufwand wiederholen und bin auch der Meinung ein Totalersatz ist, bis auf kleine Bereiche, nicht wirklich zielführend. Daher hab ich mich entschlossen, strukturell intakte Bereiche zu „flicken“. Heißt es kommen Blechflicken zur Stabilisierung drauf. Da der Schweller auch kein tragendes Teil ist wie bei „moderneren“ Autos, ist das aus meiner Sicht vertretbar und auch die nächsten 30 Jahre haltbar.

Im Aussenschwellerbereich zeigen sich auch deutliche strukturelle Schwächen, leider verdeckt durch Spachtel.

Weitere Ausbesserungen waren im Bereich der Kotflügelbefestigungen nötig.

Bei einem weiteren Rundgang unter dem Auto ist mir aufgefallen, das der hintere Querträger auch ein wenig an Substanz verloren hat. Da das schon eine gewisse Stabilität aufweisen sollte, erst mal das defekte herausgetrennt und alles von losem Rost befreit. Dann einen Blechschuh drüber geschweißt.

Zu guter Letzt kam noch das Schwellerende innen. Hier war ja, wie schon gezeigt die Konsole zwar in Ordnung, aber hinter dieser sitzt ein Blechflicken. Der gefällt mir persönlich nicht, außerdem soll der Weg um den Schweller „durchzublasen“ Das hat dann gefühlt 2 Stunden gedauert.

Um das alles vernünftig zu machen, musste auch auf der linken Seite der Kotflügel ab. Hier offenbart sich doch auch schon relativ viel Flickschusterei. Ist aber nicht so wild, da sich der Rost in Grenzen hält und er ist ja auch nicht im sichtbaren Bereich.

Vom Motor gibt es auch noch keine Rückmeldung, ist aber auch nicht so schlimm. Der liegt bei denen im Moment besser, als bei mir in der kalten Halle.