Kalt gestellt..

im wahrsten Sinne des Wortes. Im Moment ist es ziemlich frostig, In der Halle herrschen Minus Temperaturen, deshalb ist ans Schrauben nicht zu denken.

Ehrlich gesagt war meine Motivation aber auch ein bisschen im Keller. Ende Oktober hatte ich nochmal eine Woche Urlaub genommen. Nachdem die linke Seite ja soweit fertig war und die rechte „eigentlich“ nicht so schlimm aussah, wollte ich Nägel mit Köpfen machen und endlich mit den groben Blech Arbeiten fertig zu werden.

Leider wurde daraus nichts. Bei genauer Begutachtung war das ganze doch schlimmer als zuerst angenommen. Richtige Durchrostungen waren ja auf dieser Seite wesentlich weniger als rechts. Das Blech ist aber stellenweise papierdünn und ein schweißen darauf fast nicht möglich bzw. nicht sinnvoll. Ich will aber nun nicht den enormen Aufwand wiederholen und bin auch der Meinung ein Totalersatz ist, bis auf kleine Bereiche, nicht wirklich zielführend. Daher hab ich mich entschlossen, strukturell intakte Bereiche zu „flicken“. Heißt es kommen Blechflicken zur Stabilisierung drauf. Da der Schweller auch kein tragendes Teil ist wie bei „moderneren“ Autos, ist das aus meiner Sicht vertretbar und auch die nächsten 30 Jahre haltbar.

Im Aussenschwellerbereich zeigen sich auch deutliche strukturelle Schwächen, leider verdeckt durch Spachtel.

Weitere Ausbesserungen waren im Bereich der Kotflügelbefestigungen nötig.

Bei einem weiteren Rundgang unter dem Auto ist mir aufgefallen, das der hintere Querträger auch ein wenig an Substanz verloren hat. Da das schon eine gewisse Stabilität aufweisen sollte, erst mal das defekte herausgetrennt und alles von losem Rost befreit. Dann einen Blechschuh drüber geschweißt.

Zu guter Letzt kam noch das Schwellerende innen. Hier war ja, wie schon gezeigt die Konsole zwar in Ordnung, aber hinter dieser sitzt ein Blechflicken. Der gefällt mir persönlich nicht, außerdem soll der Weg um den Schweller „durchzublasen“ Das hat dann gefühlt 2 Stunden gedauert.

Um das alles vernünftig zu machen, musste auch auf der linken Seite der Kotflügel ab. Hier offenbart sich doch auch schon relativ viel Flickschusterei. Ist aber nicht so wild, da sich der Rost in Grenzen hält und er ist ja auch nicht im sichtbaren Bereich.

Vom Motor gibt es auch noch keine Rückmeldung, ist aber auch nicht so schlimm. Der liegt bei denen im Moment besser, als bei mir in der kalten Halle.

Unzufrieden und Frustriert

So könnte man am ehesten das Resultat meiner Begutachtung dieser Tage am Motor beschreiben. Verunsichert durch den verdrehten Lagerbock habe ich den Motor nochmal genauer inspiziert.  Am meisten hat mich der noch vorhandene Dreck enttäuscht. Hier geht es mir nicht um den Rost, den ich auch heute wieder zu Hauf aus dem Block geholt habe.

Vielmehr ist es der Gesamteindruck.  Wenn ich mir z.B. die Lagerböcke der Kurbelwelle anschaue, frag ich mich, wurde da überhaupt was gereinigt? Da ist überall noch dicker Ölschlamm vorhanden und stellenweise Ablauflöcher verstopft. Eine Stichprobe mit dem Inbusschlüssel im NW-Ölkanal erbrachte ebenfalls Ernüchterung – auch hier Ölschlamm. Normal sollte so was ja eigentlich picobello gereinigt sein?!

Nach Rücksprache mit dem Instandsetzer wurde der Motor wieder abgeholt und wird nochmal überarbeitet. Man darf gespannt sein.

Scheint so,..

…als hätte ich dem Motorbauer unrecht getan. Er hat gemeint, der Motor wäre natürlich gespült worden und es wäre noch viel mehr Rost dabei raus gekommen. Diese Aussage wird auch dadurch untermauert, das die beiden Frost Stopfen an der  Seite ersetzt worden sind. Weshalb nicht auch die an den Stirnseiten – keine Ahnung. Die habe ich nun ausgebaut und kann eventuell hier nochmal besser nachreinigen.

Da ich jetzt erstmal auf andere Arbeiten ausweichen muss, wollte ich die Ölpumpe und das Sieb montieren. Leider auch hier Baustopp, da das Kurbelwellenlager bzw. der Bock um 180° verdreht eingebaut wurde. Somit passt die Bohrung für den Filter nicht mehr.

Ich hatte zwar den Motor komplett zerlegt angeliefert, aber man hätte ja mal nachfragen können wenn man es nicht genau weiss. Der Filter war ja bei Anlieferung noch auf dem Bock montiert. Da ich denn Bock nicht selber drehen will, wegen der Passung und Garantie, kommt am Dienstag jemand vom Instandsetzer zu mir in die Halle und bringt das in Ordnung. Wie? Ich werde berichten…

Not Amused

Heute wollte ich ja eigentlich den Motor wieder zusammenbauen. Leider wird daraus nichts, denn der Motorinstandsetzer hielt es scheinbar nicht für nötig die Wasserkanäle in Block und Kopf durchzuspülen.

Frustrierendes Resultat nach Stunden mit Pressluftpistole und flexiblem Schlauch als Verlängerung. Eine komplette Kehrschaufel voll mit Rostkrümel, stellenweise in 1 Centgröße. Da muss der Motor wohl nochmal zurück, denn ich habe keinerlei Möglichkeit zum durchspülen in der Halle….. Extrem ärgerlich!

Fertig geschweisst

Jedenfalls mal die rechte Seite. Gestern den Schweller mit Brantho Nitrofest eingepinselt und die Schweißnähte unter der noch einzusetzenden Konsole abgedichtet.

Die Zeit bis das ganze trocken war, hab ich mir damit vertrieben, mal den linken Schweller zu strippen. Prinzipiell ist der nicht so schlimm dran wie der andere. Hier ist nur das vordere Drittel und ein kleiner Teil im hinteren Bereich  zu ersetzen. Der Hammertest brachte dann noch ein paar versteckte strukturelle Schwachstellen zu Tage. Deshalb mal die Flex angeworfen. „The Same Thing again“

Dann konnte ich endlich die Konsole einschweissen. Demnächst das ganze noch grundieren, abdichten und final streichen.

Er ist wieder da!

Gestern hab ich endlich den Motor vom Instandsetzer abgeholt. Hier mal ein paar Bilder

Am Kopf müssen jetzt noch die Kipphebel montiert werden. Der Block braucht auch noch etwas Zuwendung in Form von Ölpumpe, Stirnräder, Ölleitung, Wasserpumpe etc. Das ist aber kein Hexenwerk und in Eigenregie machbar. Die Vormontage von Kurbel und Ventiltrieb war mir wichtig, da ich weder das Spezialwerkzeug habe, noch hatte ich Lust den Motor wieder hinzutragen wenn etwas nicht passt von den Toleranzen. Leider wird es sich bestimmt noch etwas hinziehen, bis er den ersten Ton von sich lässt…

 

Nur ein Tag..

..steht mir diesmal zur Verfügung, aber es muss voran gehen. Der Schweller rechts muss noch fertig geschweißt werden. Es ist immer wieder erstaunlich, wie lang doch so „ein paar“ Schweisspunkte dauern. Sorgfältige Vorarbeiten sind aber das A und O. So muss nach jedem Punkt nochmal das Blech geklopft werden, damit es gut aneinander liegt. Auch sollte man sich jeden Schritt gut überlegen – zu ist zu!

Als ich die hintere Konsole nochmal angepasst habe, ist mir aufgefallen, das da ja wohl noch ein bischen was fehlt. So viel dazu.. Also schnell noch ein Blech gebastelt, man hat ja langsam Übung..

Ich habe mich dann auch noch an den Mittelsteg der Windschutzscheibe gewagt. Zum heraustrennen des Mittelstegs hat sich der Fein Multimaster als sehr nützlich erwiesen. So konnten die Schweisspunkte aufgetrennt werden, ohne etwas zu beschädigen. Vor dem Einschweissen hab ich ein bischen Mores. Hab zwar alles genau ausgemessen, aber das muss schon passen. Bin mir nur noch nicht im klaren, ob das mit der Schweisspunktzange zu schaffen ist. Im unteren Bereich ist doch relativ viel Luft – da hatte ich den Fein noch nicht 😦